Cluster

Gespeichert von K_erlenwein am Do., 29.07.2021 - 15:30

Ein »geteiltes Ganzes«: Zwei Teilcluster

Das Cluster Integrierte Forschung besteht aus zwei Teilclustern, die je drei Projekte zusammenfassen. Es stellt einen Experimentierraum dar, in dem nicht nur reflexiv das Konzept eines solchen Modus der Selbstorganisation weiterentwickelt, sondern dabei auch experimentell durchgeführt werden kann und in dem gemeinschaftlich an Möglichkeiten integrierter Forschung zu Problemen der Mensch-Technik-Relationen geforscht wird. Als Ermöglichungsraum und gleichzeitig Nische im aktuellen Wissenschaftssystem bietet das Cluster zunächst sechs Vorreiterprojekten die Basis, aus interdisziplinärer Sicht oben genannte Aufgaben exemplarisch anzugehen und dabei nicht nur selbst im integrativen Modus an zentralen Mensch-Technik-Herausforderungen zu forschen, sondern auch eine Plattform für Mitstreiter und Gleichgesinnte zu entwickeln.

Tabelle Gesamtcluster

 Gegenstand des Clusters sind

- Fragen nach Integrierter Forschung als Ensemble der Selbstorganisation
wissenschaftlicher Disziplinen einschließlich deren transdisziplinärer Beziehung zu Politik, Gesellschaft,
Wirtschaft etc.

- Fragen nach dem adäquaten Modus und Governance-Rahmen einer solchen
Selbstorganisation.

Karte mit zwei Teilclustern

Die Ziele des Clusters


1. Integrierte Forschung konzipieren

Die praktische Umsetzung kann nur dann fundiert gestärkt werden, wenn Integrierte Forschung von
einem Förderkonzept zu einem Forschungskonzept weiterentwickelt wird. Im Rahmen des Clusters werden
zum einen methodologische und strukturelle Probleme integrierter Forschung (z.B. unklare
Gütekriterien und technisch vorbestimmte Zielsetzung) untersucht und in die Weiterentwicklung
des Konzepts einbezogen. Zum anderen wird Integrierte Forschung für zentrale Themen (z.B.
digitale Souveränität), Techniken (z.B. Internet of Things oder Robotik) und Anwendungsfelder
(z.B. Gesundheitsversorgung, Mobilität, Alltagsassistenz) thematisch konkretisiert.

 

2. Integrierte Forschung umsetzen

Das Cluster will die praktische Umsetzung integrierter Forschung zu stärken,  so dass die inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit in den geförderten Teams besser gelingt.
Der Cluster bietet die Gelegenheit, exemplarische Projekte und Experimente im Modus
Integrierte Forschung durchzuführen, Good Practices zu identifizieren und zu verbreiten. So sollen
die Kompetenzen und die Reflexivität der Akteure in Bezug auf Integrierte Forschung ausgebaut
werden.

3. Impulse zu einer nachhaltigen Etablierung

Das Cluster trägt dazu bei, Integrierte Forschung strukturell und prozedural in zeitlicher  und räumlicher Dimension auszubauen und so in der Forschungs- und Entwicklungslandschaft zu verankern. Das Ziel ist es, Einzelbestrebungen und bestehende Netzwerke im Feld zu bündeln und strategische Partnerschaften für Integrierte Forschung zu schmieden. Die Kommunikation in die Scientific Community und mit Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft sind hierfür von entscheidender Bedeutung.

 

Teilcluster I: Digitalisierte Lebenswelten

Grafik Teilcluster 1: Digitalisierte Lebenswelten

Integriert forschen - Kompetenzen vermitteln - Impulse kreieren

Diesen drei Zielen gehen die drei Projekte im Teilcluster I - Digitalisierte Lebenswelten (DigiLe) nach, die in jeweils stark interdisziplinärer Ausrichtung unterschiedliche wissenschaftliche Fokussierungen vornehmen. Sie gehen dabei untereinander stark komplementär und in hohem Maße binnenvernetzt vor und sind stark in inner- und außerwissenschaftliche Bereiche (Wirtschaft, Industrie, Öffentlichkeit/Zivilgesellschaft, Medien, Politik) vernetzt.

Die digitalisierten Lebenswelten werden ausgehend von drei Perspektiven untersucht:

- Wandel der Lebensformen in sich wandelnden Lebenswelten

- Herausforderung der Souveränität des Menschen angesichts von KI

- Frage nach Orientierung in digitalisierten Lebenswelten.

 

Teilcluster II: Kollaborative Interventionen


Integrierte Forschung wird in Teilcluster 2 nicht am Schreibtisch und aus einzelnen Disziplinen
heraus, sondern im Vollzug kollaborativer Interventionen erforscht, weiterentwickelt und gestärkt.
Kollaborativ meint dabei, dass Vertreter*innen relevanter Disziplinen, Praxispartner*innen aus
anvisierten Anwendungsfeldern, potentiellen Anwender*innen und Fördergeber gemeinsam die
Möglichkeiten und Grenzen integrierter Forschung ausloten.

Der Arbeitsmodus besteht aus Interventionen, in denen die Praxis integrierter Forschung nicht nur analysiert und diskutiert,  sondern experimentell gestaltet wird. Inhaltlich stehen drei Desiderate integrierter Forschung im
Mittelpunkt, die in drei eng verzahnten Projekten bearbeitet werden. Jedes Projekt führt eine  kollaborative Intervention in zwei Erprobungszyklen durch.

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