Ester

Gespeichert von K_erlenwein am Di., 03.08.2021 - 14:01

Ethische und soziale Aspekte Integrierter Forschung

 

Netzwerk 3dimensional

Motivation

Im Kern integrierter Forschung steckt die Forderung, den Fokus bei Technikentwicklungen auch auf soziale und ethische Aspekte zu lenken. Doch wie setzt man dies bei Projekten um? Während dadurch der ethische und soziale Einfluss auf neue Technologien gestärkt werden soll, erweist sich das Qualitätskriterium Integration für die Forschenden als vage und konfliktreich. ELSI-Partner*innen jedoch auch von Rollenkonflikten und asymmetrischen Machtverhältnissen in Projektteams. Studien deuten auf Spannungen zwischen den Erfordernissen transdisziplinärer Forschung und bisherigen Förderstrukturen hin. Integration erweist sich als ein vages, konfliktreiches Qualitätskriterium und das Timing der Integration ist schwierig. Das Projekt ESTER des Clusters Integrierte Forschung zielt deshalb darauf, ethische und soziale Aspekte integrierter Forschung zu analysieren und bei der Weiterentwicklung und Stärkung des Konzepts systematisch einzubeziehen.

Ziele und Vorgehen

Das Projekt ESTER analysiert ethische und soziale Aspekte integrierter Forschung, um sie dann bei der Weiterentwicklung und Stärkung des Konzepts systematisch einzubeziehen. Gemeinsam mit Vertretern relevanter Disziplinen, Praxispartnern aus anvisierten Anwendungsfeldern, Anwendenden und Fördergebern forscht ESTER als Teil des Clusters Integrierte Forschung im Vollzug kollaborativer Interventionen. Ein Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Entwicklung und Erprobung eines Materialkoffers, der bei der Erstellung neuer integrierter Projektentwürfe angewendet werden soll. Ein Planspiel “Integrierte Forschung 2030” wird durchgeführt, in dem sowohl neue Projektideen als auch Kriterien zur Bewertung integrierter Projektanträge und Empfehlungen an die Fördergeber entstehen.

Innovationen und Perspektiven

Durch ESTER wird integrierte Forschung in geförderten Projekten unterstützt und praktisch weiterentwickelt. Zudem wird die heterogene Community durch Vernetzung, Grundlagenreflexion und Praxisunterstützung gestärkt.

 

Projektleitung:

Dr. Mone Spindler

Logo Universität Tübingen

 

Team: Celine Gressel, Teresa Hummler